Rebound – Die Leichtigkeit des S(ch)eins

Urban Fantasy – 750 Seiten

 

Was wäre, wenn dir jemand die Tür zu einer Welt öffnen würde, die nach deinen Regeln spielt?
In der der Himmel die richtige Farbe, die Luft den richtigen Geschmack und das Leben den richtigen Sinn hätte?
Du würdest eintreten, oder?
Und was, wenn du merkst, dass etwas nicht stimmt?
Dass der Preis für das Paradies höher ist, als du jemals geglaubt hättest?
Und dass du ihn bereits bezahlt hast, dass die Welt ihn für dich bezahlt hat?
Wirst du in den Krieg ziehen?
Gegen alte Freunde, gegen eine unsichtbare Macht?
Auch wenn du nicht mehr der verträumte Junge sondern ein frustrierter Mann bist?
Wirst du…?

Leseprobe

Dann kam das Rauschen. Für einen kurzen Augenblick war mein gesamtes Universum von einem Geräusch erfüllt, dass sich wie tosende Wassermassen anhörte, die in die Tiefe stürzten.

Plötzlich wurde es still. Nicht so, wie wenn alle mal für einen Moment die Klappe halten und man nur Vogelgezwitscher, Wasserplätschern oder Autolärm hört.
Nicht so, als hielte man sich die Ohren zu oder befände sich in einem Raum, in dem jeder ruhig schläft – wo der gleichmäßige Atem der Übrigen einen langsam in den Schlaf wiegt.
Und auch nicht so, als käme man von einem Punkrock-Konzert, läge im Bett und höre nichts außer dem Pfeifen, welches das überlastete Trommelfell von sich gibt.

Nein, nichts von alledem. Es wurde einfach nur still.

So, als befände man sich allein in einem schallisolierten Raum und könnte nicht mal seinen eigenen Herzschlag vernehmen.
Es kam mir so vor, als hätte mein Gehirn einfach abgeschaltet.
Wenn ich meine Hände gefühlt hätte, so wären sie vermutlich taub gewesen, doch genaugenommen wusste ich nicht einmal, ob mein Körper überhaupt noch vorhanden war. Höchstwahrscheinlich wäre die Amputation meiner Arme und Beine schmerzlos an meinem Empfinden verübergegangen – mir wäre wohl nicht einmal aufgefallen, dass etwas fehlte.

Hatte ich vor drei Sekunden noch den leichten Geruch fauligen Wassers wahrgenommen, so fühlte ich mich nun, als wäre meine Nase luftdicht verschlossen worden. Zwar hatte ich meine Augen geschlossen, doch selbst das Fehlen meiner Lider hätte keinen Unterschied gemacht. Normalerweise wäre mir aufgrund der Situation ein kalter Schauer über den Rücken gelaufen, ich hätte mich gefürchtet oder wäre zumindest schockiert gewesen, doch genaugenommen fühlte ich nichts. Und dachte nichts.
Und eigentlich war es mir egal.

(Alex’ Song, Kapitel 5: Suzanna)

Exposé

Alex ist siebzehn. Sein Leben ist nicht perfekt – aber er ist beliebt, sportlich und setzt große Hoffnungen in die Zukunft.

Rund vier Jahrzehnte später ist von diesem unternehmungslustigen Jungen nur noch der Schatten eines griesgrämigen Mannes übrig geblieben, der kaum wahrnimmt, was um ihn herum passiert.
Nachdem er plötzlich wieder mit einer schrecklichen Erinnerung konfrontiert wird, gestattet er seiner Frau Claudia Einblick in die Tagebücher aus seiner Jugendzeit.

Sie erzählen eine schier unglaubliche Geschichte: Nachdem er damals aus unerfindlichen Gründen seinen besten Freund Pete krankenhausreif geschlagen hat, lernt er gemeinsam mit seinem Schulkameraden Frede einen geheimnisvollen Jungen kennen, der sich als Rebound vorstellt.

Rebound ist im Besitz einer geheimnisvollen Substanz namens „Visionaris“, die Alex und Frede in eine Welt entführt, in der ihre Träume Wirklichkeit zu werden scheinen. Alex kann dort alles tun, was er will, mit jedem Mädchen schlafen, das ihm gefällt, jeden Ort besuchen, an dem er gern sein möchte.
Frede verliebt sich zum ersten Mal und verbringt viele verzauberte Momente gemeinsam mit seiner bildhübschen Freundin Suzanna.

Doch Rebound scheint nicht der gewesen zu sein, für den er sich ausgibt und – als plötzlich eine geheimnisvolle Gestalt in schwarzem Mantel auf der Bildfläche erscheint, wird das Paradies zum Fegefeuer. Suzanna ersticht ihren Ex-Freund Jim, Frede nimmt sich das Leben – und die Pflanzen, Häuser und Menschen gehen ohne sichtbaren Grund in Flammen auf.
Und auch mit Pete scheint etwas Schlimmes vor sich zu gehen.

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