Familienelend – Elend Familie

Folge Mir erzählt das Leben und Leiden einer Familie. Das Schwarzweiß des Filmes, die Monotonie und Verzweiflung, mit denen sich die Charaktere konfrontiert sehen, werden durchbrochen mit strahlenden Super-8 Aufnahmen, die sich wie Projektionen eines besseren Lebens über die Figuren legen. Immer wieder stehen sich Glück und Hilflosigkeit gegenüber. Obwohl die Charaktere versuchen, ihrem Trott zu entfliehen, scheitern sie und zerbrechen letztlich an ihren Träumen.

Folge Mir fängt diesen Zwiespalt ein – fragmentarisch werden die Szenen zusammengesetzt, die Probleme und Gefühle der Figuren werden angeschnitten, aber weder konkretisiert noch zu Ende geführt. Vieles lässt sich nur erahnen. Zurück bleiben Verstörung und Irritation – bei den Figuren, aber auch beim Zuschauer. Johannes Hammel spricht große Themen an, die das Leben eines Jeden ausmachen: Liebe, Zuneigung, Träume. Gleichzeitig spielt er mit Extremen, erzählerisch wie filmisch, die beim Zuschauer oft mehr Fragen aufwerfen als Lösungen anbieten.

Von Sabrina Kurth & Christian Papesch

Videorezension auf Bärlinale 2011

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